Die Herkunft des Kaffees

Die Herkunft

Boaco/Nicaragua

Die Familien, die diesen Kaffee anbauen, leben in der Kaffeeregion Boaco/ Nicaragua – 90 Kilometer östlich der Hauptstadt Managua.

Etwa 250 Familien haben sich hier in der Kooperative „Tierra Nueva“ zusammengeschlossen. Gemeinsam sind sie stärker – teilen Erfahrungen, Arbeitsgeräte und Maschinen, entscheiden gemeinsam über soziale und medizinische Verbesserungen.

Ihren Kaffee bauen die Familien ausschließlich in Schatten-Parzellen an. Die Pflanzen stehen zwischen Palmen und Zitrusbäumen. Das erhält die Artenviefalt, verbessert das Mikroklima und schützt die empfindlichen Arabica-Pflanzen vor der Sonne. Die Kaffeekirschen reifen sehr langsam heran und entwickeln so einen ganz besonderen Geschmack. Zwischen November und Januar wird geerntet. Immer wieder gehen die Bauern und ihre Helfer dabei über die Parzellen und zupfen die Kirschen einzeln vom Strauch. Ein maschinelles „Stripping“ – das komplette Abernten aller Kirschen, ob reif oder unreif – gibt es hier nicht.

Der von den vielen Familien auf unterschiedlichen Höhenlagen angebaute Kaffee von „Tierra Nueva“ bietet im Zusammenspiel eine sehr hohe Qualität. Es ist ein Produkt, auf das die Bauern von „Tierra Nueva“ stolz sind. Zu Recht.

Boaco

Kaffee-Ernte in Boaco

José Santos Gareia, 82

Geschmack fetzt!

Zahnrädchen, die perfekt ineinander greifen!

Gespräche mit Freunden,  Momente der Ruhe, das erste Getränk am Morgen, die erste, zweite, dritte Arbeitspause – sie sind einfach zu wertvoll für schlechten Kaffee!

Die Bohnen von Tierra Nueva haben mich von Anfang an begeistert. Die Fachkenntnis der Familien, die den Kaffee seit vielen Jahren in Nicaragua anbauen, das Gespür für die feine Balance der Wachstumsbedingungen, all das verdient eine Menge Respekt.

Die Pflanzen wachsen unter nahezu idealen Voraussetzungen: bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 17 und 25°C.

Die Bauern und Bäuerinnen experimentieren mit ökologischen Düngemitteln, mit der Pflanzung von Misch- und Schattenkulturen…und achten sehr darauf, dass keine „Fehlbohnen“ auf die Trocknungstische kommen.

Zusammen mit der besonderen Sensibilität, mit der die Roh-Kaffeebohnen, die auf vielen verschiedenen Parzellen wachsen, dann am Ende von einer der besten Kaffee-Testerinnen Nicaraguas, von Daysi Mendez und ihrem Team, zusammengemischt werden, das fetzt einfach!

Und: die Bohnen sind 100% kontrolliert bio. Das heißt : es gibt eine Menge NoGos:

  • Keine synthetischen Pestizide und Wachstumsregulatoren
  • Keine Herbizide
  • Keine gentechnisch veränderten Organismen
  • Keine Monokulturen.
  • Keine chemisch-synthetischen Stickstoffdünger, Harnstoff , Klärschlamm oder Müllkomposte.
  • Keine Behandlung von Saatgut mit chemisch-synthetischen Mitteln

Handel und Import

Fair Trade

STEAMCOFFEE bietet ausschließlich hochwertigen, fair gehandelten, ökologisch angebauten Kaffee an. Importiert wird der Rohkaffee von einer Leipziger Import-Genossenschaft. Die Genossenschaft ist für den Fairen Handel zertifiziert (über das Siegel SPP – das Zertifikat der Kleinbauern des globalen Südens (Sìmbolo de Pequenos Productores)).

Die Kriterien dieses Siegels, die von unabhängiger Seite kontrolliert werden – und denen sich STEAMCOFFEE verpflichtet hat – , sind z.B.:

  • Keine Kinderarbeit
  • Diskriminierungsverbot
  • Förderung der Geschlechtergerechtigkeit
  • Geregelte Arbeitsbedingungen
  • Demokratische Organisation der Kooperativen
  • Förderung gewerkschaftlicher Organisation auf den Plantagen
  • Transparente Handelsbeziehungen

Der Faire Handel engagiert sich im Besonderen im Kampf gegen Kinderarbeit und in der Durchsetzung von Geschlechtergerechtigkeit. Inbesondere in Ländern der 2. und 3.Welt ist dazu viel Basisarbeit nötig.

Nach Schätzungen der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) könnte die Zahl der unterernährten Menschen um 100 – 150 Millionen reduziert werden, wenn die Ungleichheit der Geschlechter auf dem Agrarsektor beseitigt würde.

Warum Fairer Handel?

Was wir bewirken

Die Großhändler kaufen Kaffee zum Weltmarktpreis. Der liegt ca. bei 2,30 bis 2,40 Euro/ Kilo Rohkaffee.

STEAMCOFFEE bezahlt der Kooperative „Tierra Nueva“ für 1 Kilo gewaschenen Arabica – Bio – Rohkaffee aktuell 5,00 – 5,80 EUR (entspricht ca. 850 g Röstkaffee). Das ist das Zweieinhalbfache des Weltmarktpreises. Nur mit diesem Plus können sich die Familien ausreichend ernähren, können ihre Kinder zur Schule schicken – können würdevoll leben.

 

Ein Teil des Erlöses bleibt in der Kooperative. Dort wurde ein Fond eingerichtet, für

  • Medizinische Versorgung
  • Soziale Absicherung (z.B. Berufsunfähigkeit eines Mitgliedes, Verdienstausfälle oder Missernten)
  • Ausstattung von Schulen
  • Gleichstellungsprojekte (z.B. Unterstützung der Selbständigkeit von Frauen)
  • Günstige Mikrokredite für Investitionen
  • Ausbau der Verkehrs- Infrastruktur
  • Schulung der Kaffeeproduzenten/ innen z.B. im Bereich organische Düngung oder  Klimaveränderungen
  • Versorgung entlegener Farmen mit sauberem Trinkwasser

Die Heimat unseres Kaffees

Steamfunk-Fundstücke